
Oder: Pro(fit)feministen überlegen, ob sie evtl. doch mal versuchen wollen, sich "irgendwie mit Männerrechtlern" zu unterhalten, oder ob sie das per se gar nicht können wollen dürfen
Arne formuliert das so:
"Kaum gibt es die deutsche Männerrechtsbewegung etwas länger als 15 Jahre, kommt vielleicht doch noch Leben in die festgefahren wirkenden Fronten. So veranstaltet das feministische Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen von Freitag, dem 3., bis zum Samstag, dem 4. November in Berlin ein Netzwerktreffen mit dem Titel "Werkstatt Männlichkeiten in Politik, Praxis und Forschung". Zu diesem Treffen gehören laut seiner Ankündigung mehrere Workshops, darunter der folgende von Volker Handke:
'Dialog mit Männerechtlern - Tabu? Möglich? Oder notwendig?
Diskutiert werden soll ob, mit wem und inwieweit ein solcher Dialog möglich ist. Gefragt werden soll, ob und welche unverzichtbaren roten Linien in der Geschlechterpolitik existieren und ob es männerpolitische Felder mit gemeinsamen Positionen gibt, für die sich strategische Kooperationen zur gemeinsamen politischen Durchsetzung anbieten. Der Workshop ist für alle Menschen offen, die an einer freien Diskussion der Fragestellung interessiert sind. Bei entsprechenden Diskussionsergebnissen und Interesse ist als follow up des Workshops die gemeinsame Entwicklung entsprechender Dialoge denkbar.'
Meine persönliche Haltung ist in dieser wie in vielen anderen Fragen liberal: Grundsätzlich stehe ich für einen solchen Dialog gerne zur Verfügung, solange mein Gesprächspartner nicht jemand ist, der mich zuvor als Rechtsradikalen oder Frauenfeind verleumdet hatte. Ich bin aber auch nicht unleidlich, wenn das feministische Lager erst noch ein paar weitere Jahre Zeit benötigt, bevor man sich dort zu einem Dialog durchringen kann.
Wie sich Volker Handke in dieser Frage positioniert, verdeutlicht recht gut dieser Text aus dem Jahr 2010."